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Bericht über Nutzung und Sammlung persönlicher Daten durch Internet-Serviceprovider in den USA

Im Oktober hat die Federal Trade Commission (FTC) einen umfangreichen Bericht zu folgendem Sachverhalt veröffentlicht: Eine Untersuchung wie die sechs größten Internet-Serviceprovider (ISP) der USA mit personenbezogenen und persönlichen Daten umgehen (Titel des Berichts auf deutsch übersetzt: „Ein Blick auf das, was ISP über Sie wissen: Untersuchung der Datenschutz-Praxis von sechs großen ISP"). Der Bericht hält interessante Erkenntnisse dazu bereit, wie die sechs untersuchten ISP persönliche Daten ihrer Kunden sowohl sammeln als auch teilen. Dabei wurde festgestellt, dass den Nutzern keine bedeutsame Wahl gelassen wird, wie ihre Daten von den ISP genutzt werden können.

Der Bericht beruht auf Informationen, die die FTC von den betroffenen sechs ISP erhalten hat. Die FTC ist einen Bundesbehörde für Handelsangelegenheiten in den USA und kann Firmen dazu anhalten, spezielle Anfragen der Behörde schriftlich zu beantworten beziehungsweise dazu Informationen zur Verfügung zu stellen. 2019 hat die FTC den sechs ISP, die zusammen fast 98% des US-amerikanischen mobilen Internetmarktes ausmachen, solche Anfragen gesendet. Die Untersuchung der Daten wurde nun in Form eines Berichtes veröffentlicht. Laut einer Zusammenfassung auf der Webseite der FTC gehören die folgenden Feststellungen zu den Interessantesten:

Die Untersuchungen zeigen auf, dass ISP dazu in der Lage sind, nicht nur Erkenntnisse/Insights über ihre Nutzer zu gewinnen, sondern auch über deren Familien oder Haushalte. Dazu „häufen viele ISP große Pools an sensiblen Konsumentendaten an". Informationen über die Nutzer werden über eine breite Palette von Produkten und Services gesammelt. Kombiniert mit weiteren Daten von Dritthändlern können solche Einzelheiten zu detaillierten Sammlungen von individuellen Konsumentendaten wachsen.

Ein weiteres Ergebnis zeigt, dass Daten weit über die Zwecke der Bereitstellung der Internetservices gesammelt werden: ISP sammeln und nutzen Daten auf Art und Weisen, die man als potentiell schädlich für die Nutzer einstufen kann. Dazu gehört die Kombination von zum Beispiel Daten von angeschlossenen Geräten oder Standortinformationen. Der Bericht und seine Ergebnisse stellen die folgende Frage: Wenn solche Daten (und noch sensiblere Arten von Daten) gesammelt werden, wie können oder werden diese am Ende genutzt?

Die Abhandlung untersuchte was die Internet-Serviceprovider angeben den Nutzern in Bezug auf ihre Auswahlmöglichkeiten, wie ihre Daten gesammelt und genutzt werden sollen, anzubieten. In diesem Zusammenhang wurde das Prinzip des Drängens von Nutzern zum Teilen von weiteren persönlichen Daten untersucht („nudging").

Am Ende steht die Aussage, dass viele der untersuchten sechs Internet Serviceprovider als „mindestens genauso in die Privatsphäre-eindringend angesehen werden können wie große Werbe-Plattformen". Dies basiert auf den folgenden Erkenntnissen: Manche der untersuchten ISP können ihre Nutzer über verschiedene Webseiten oder Standorte tracken; manche ISP können den Browserverlauf mit andern Informationen zusammenführen. Browserdaten werden verwendet, um Werbeanzeigen gezielt zu schalten („targeted advertisement"). Echtzeit-Standorte werden mit Drittanbietern geteilt. Der Bericht der FTC ist ein „must-read".

Hier finden Sie den kompletten Bericht.

Die Quelle bei der FTC


Ihre Alena 

vom Datenschutz Prinz Team


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